Theorieunterricht zur Wiederholung Thema 1: Du als Kraftfahrer. Als Kraftfahrer habt ihr mehr in der Hand als nur ein Lenkrad. Der Führerschein bedeutet Freiheit, Mobilität und Selbstständigkeit – gleichzeitig aber auch Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit. Damit ihr sicher unterwegs seid, braucht es körperliche und psychische Eignung, gute Wahrnehmung und natürlich die entsprechenden Fähigkeiten. Rund 90 Prozent der Informationen im Straßenverkehr nehmen wir über die Augen wahr. Aber auch Ohren und Körper liefern wichtige Informationen über Fahrzeug und Umgebung. Dabei fahren nicht alle Menschen gleich. Unsichere, sportliche, aggressive oder gestresste Fahrer treffen aufeinander. Unsere eigene Stimmung, Erfahrung, Müdigkeit, Stress oder Zeitdruck beeinflussen dabei unsere Kompetenz ganz erheblich. Und ganz wichtig: Alkohol, Drogen und manche Medikamente sind schlechte Beifahrer. Wer fährt, konsumiert keinen Alkohol. Bei starken Gefühlslagen oder Beeinträchtigungen gilt: Lieber nicht fahren. Sicherheit geht immer vor! Du als Kraftfahrer  Thema 2: Deine Lizenz Heute geht’s um eure „Lizenz“ – also nicht nur um den Führerschein, sondern um alles, was dazugehört, wenn wir ein Fahrzeug besitzen und bewegen. Der Führerschein ist das Dokument, das ihr beim Fahren dabeihaben müsst. Die eigentliche Fahrerlaubnis ist dagegen bei der Fahrerlaubnisbehörde hinterlegt. Wichtig ist auch der Unterschied zwischen Fahrverbot und Entzug der Fahrerlaubnis: Beim Fahrverbot müsst ihr den Führerschein für eine bestimmte Zeit abgeben. Beim Entzug ist die Fahrerlaubnis weg und muss anschließend neu erteilt werden. Dann schauen wir uns die verschiedenen Fahrerlaubnisklassen an – vom Motorrad bis zum Lkw und Bus. Aber auch das Fahrzeug selbst braucht seine „Papiere“: Zulassungsbescheinigung Teil 1 wird mitgeführt, Teil 2 bleibt sicher zu Hause. Dazu kommen Zulassung, Kennzeichen und die regelmäßigen Fahrzeuguntersuchungen. Und ganz wichtig: die Versicherung. Die Haftpflicht ist Pflicht und schützt vor den finanziellen Folgen von Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Teil- und Vollkasko schützen zusätzlich das eigene Fahrzeug. Kurz gesagt: Führerschein, Fahrzeug, Versicherung – alles muss passen, damit wir sicher und legal unterwegs sind. Wiedergabe: Deine Lizenz Thema 3: Das Gesetz der Straße So, Leute – heute geht’s um das Gesetz der Straße, also um die Regeln, die unseren Straßenverkehr möglichst sicher und flüssig machen. Die Grundlage ist die StVO. Besonders wichtig ist §1: Wir müssen uns im Straßenverkehr ständig vorsichtig und rücksichtsvoll verhalten. Das bedeutet: Niemanden gefährden, schädigen, unnötig behindern oder belästigen. Dazu gehört auch der Vertrauensgrundsatz. Grundsätzlich dürfen wir darauf vertrauen, dass andere die Verkehrsregeln kennen und beachten. Aber Vorsicht: Bei Kindern, älteren oder hilfsbedürftigen Personen und wenn ein Fehler bereits erkennbar ist, gilt dieses Vertrauen nicht. Für euch in der Prüfung heißt das: Augen auf und mit Fehlern rechnen! Gerade bei unklaren Situationen – zum Beispiel bei Radfahrern, spielenden Kindern, Ausparkern oder an Kreuzungen – heißt es: Geschwindigkeit anpassen, beobachten und bremsbereit sein. Anschließend schauen wir uns die Verkehrszeichen an: Gefahrzeichen warnen, Vorschriftszeichen geben Verbote oder Gebote vor, Richtzeichen geben Hinweise und Zusatzzeichen ergänzen andere Schilder. Merkt euch: Ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht – das ist die Basis für eine sichere Fahrt! Das Gesetz der Straße  Thema 4: Das System So, Leute – heute schauen wir uns an, wie unser Verkehrssystem aufgebaut ist und wie wir es richtig benutzen. Erstmal wichtig: Eine Straße besteht nicht nur aus der Fahrbahn. Dazu gehören zum Beispiel Radweg, Gehweg, Parkstreifen, Gleisanlagen und Seitenstreifen. Jeder Bereich hat seine eigene Funktion. Dann gibt’s verschiedene Verkehrsräume: öffentlichen, teilweise öffentlichen und nicht öffentlichen Verkehrsraum. Ein Supermarktparkplatz ist zum Beispiel privat, aber öffentlich zugänglich – deshalb gelten dort grundsätzlich die Verkehrsregeln. Ein großer Teil der Stunde sind die Fahrbahnmarkierungen. Merkt euch: Markierungen sind Verkehrszeichen! Eine Leitlinie darf ich bei Bedarf überfahren, eine Fahrstreifenbegrenzung grundsätzlich nicht. Bei einer einseitigen Begrenzung kommt es darauf an, von welcher Seite ich komme. Auch Haltelinie, Wartelinie, Sperrfläche und Zickzacklinie haben jeweils eine bestimmte Bedeutung. Beim Rechtsfahrgebot gilt: möglichst weit rechts fahren. Innerorts gibt es für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen die freie Fahrstreifenwahl. Und wenn eine Spur endet? Nicht schon 200 Meter vorher einfädeln – bis zum Ende fahren und dann Reißverschluss! Zum Schluss noch ganz wichtig: Sobald der Verkehr stockt, Rettungsgasse bilden und freihalten. Das System  Podcast Thema 5: So funktioniertś So, Leute – heute geht’s um ein Thema, das euch in der Prüfung und später im Alltag ständig begegnet: Vorfahrt und Vorrang. Merkt euch zuerst: Vorfahrt und Vorrang sind Regeln, keine Freifahrtscheine. Die Grundregel lautet Rechts vor Links – aber nur, wenn keine Verkehrszeichen, Ampeln oder Polizeibeamten etwas anderes regeln. Die Hierarchie ist also wichtig: Polizei vor Ampel, Ampel vor Verkehrszeichen und Verkehrszeichen vor Rechts vor Links. Beim Abbiegen gibt’s einen ganz wichtigen Punkt: Fußgänger haben gegenüber abbiegenden Fahrzeugen Vorrang. Also beim Abbiegen immer schön schauen und gegebenenfalls warten. Auch die abknickende Vorfahrtsstraße sorgt gerne für Verwirrung. Folgt ihr dem Verlauf der Vorfahrtsstraße, müsst ihr trotzdem blinken – ihr biegt schließlich ab. Beim Kreisverkehr kommt es darauf an, ob er entsprechend beschildert ist. Mit Vorfahrtsschildern hat der Verkehr im Kreis Vorfahrt. Beim Verlassen: blinken! Und zum Schluss: Wenn ein Polizeibeamter den Verkehr regelt, gelten seine Anweisungen – Verkehrszeichen und Ampel sind dann zweitrangig. So funktioniertś  Thema 6: Ampelanlagen So, Leute – heute geht’s um die Ampel. Klingt erstmal einfach, aber gerade in der Prüfung gibt’s hier ein paar Klassiker. Merkt euch die Grundbedeutung: Rot bedeutet Verbot, Gelb bedeutet Achtung und Grün bedeutet erlaubt – natürlich nur, wenn die Verkehrslage die Weiterfahrt zulässt. Auch bei Ampeln gilt eine Hierarchie. Normalerweise haben Lichtzeichen Vorrang vor Verkehrszeichen und der Grundregel „Rechts vor Links“. Ist die Ampel allerdings defekt oder abgeschaltet, greifen wieder die Verkehrszeichen. Dann haben wir verschiedene Ampelarten: normale Kreuzungsampeln, Fußgänger- und Radfahrerampeln, Bedarfsampeln, Dauerlichtzeichen und natürlich den Grünpfeil. Beim Grünpfeilschild ganz wichtig: Bei Rot zuerst an der Haltelinie anhalten! Nur wenn die Kreuzung frei ist, darf anschließend vorsichtig nach rechts abgebogen werden. Der Grünpfeil gilt dabei nur für den entsprechenden Fahrstreifen. Und noch ein Prüfungsklassiker: die Haltelinie! Bei Rot muss das Fahrzeug vor der Haltelinie stehen. Gibt es zwei Haltelinien, ist die erste maßgeblich. Also: Ampel beobachten, Umgebung mitchecken und nicht einfach blind dem grünen Licht hinterherfahren. Ampeln Thema 7: Speed Speed  Thema 8: Userś Userś  Thema 9: Profi Profi   Thema 10: Ruhender Verkehr Ruhender Verkehr Thema 11: Es werde Licht Beim Thema Beleuchtung am Fahrzeug geht es vor allem um zwei Dinge: sehen und gesehen werden. Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht hilft uns die Beleuchtung, die Fahrbahn zu erkennen – gleichzeitig machen wir unser Fahrzeug für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar. Dabei gilt als einfache Eselsbrücke: vorne weiß, hinten rot und seitlich gelb. Wichtig ist, die verschiedenen Lichter und ihre Aufgaben zu kennen. Das Tagfahrlicht macht uns tagsüber besser erkennbar, während das Abblendlicht bei Dunkelheit und schlechter Sicht eingeschaltet wird. Das Fernlicht nutzen wir nachts außerhalb geschlossener Ortschaften auf unbeleuchteten Straßen – aber natürlich nur, wenn niemand geblendet wird. Auch die Signalleuchten sind wichtig: Der Blinker kündigt unsere Fahrtrichtung oder ein Fahrmanöver an, der Warnblinker warnt vor Gefahren, und das Bremslicht zeigt den nachfolgenden Verkehrsteilnehmern, dass wir bremsen. Und zum Schluss noch ein Klassiker: Bei Nebel unter 50 Metern Sichtweite darf die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden – dann gilt maximal 50 km/h. Es werde Licht  Thema 12: Drive your Life Drive your Life